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Walter Bickmann studierte Bühnentanz an der Staatlichen Hochschule für Musik Köln und an der Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater München (Heinz-Bosl-Stiftung). 1986 schloss er sein Hochschulstudium mit Diplom im Hauptfach Ballett ab und begann seine Bühnenkarriere als Ensemblemitglied am Staatsballett der Wiener Staatsoper, wo er in zahlreichen klassischen Repertoirestücken wie «Schwanensee», «Nussknacker» oder «La Fille mal gardée», und modernen Produktionen, wie «Orpheus» von Hans Werner Henze in der Inszenierung von Ruth Berghaus tanzte. Er wechselte zum zeitgenössischen Tanz und wurde zunächst Ensemblemitglied am Tanztheater Wien unter der Leitung der britischen Choreografin Liz King, der er später ans Tanztheater am Stadttheater Heidelberg folgte. Dort begann er eigene Choreografien zu entwickeln.

Als Choreograf mit eigenem Ensemble kreierte Walter Bickmann mehrere Produktionen für das Theater im Künstlerhaus in Wien und erhielt den Förderpreis Choreografie des österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft und Kunst. Weitere Engagements führten ihn zunächst als Choreograf und Leiter der Tanzsparte ans Stadttheater Stendal und später als Tänzer ans Choreographische Theater Johann Kresnik an die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin, wo er in zahlreichen Stücken, wie «Ernst Jünger», «Ulrike Meinhof», «Macbeth» oder «Frida Kahlo» tanzte und auch mehrere eigene Inszenierungen und Tanzproduktionen für die Volksbühne kreierte.

Nach einer Ausbildung zum Videodesigner arbeitet er seit 2002 als freischaffender Choreograf, Videokünstler und Tanzfilmregisseur in Berlin. 2008 gründete er zusammen mit Doris Kolde das Videodokumentations- und Onlinepromotion-Projekt Tanzforum Berlin https://tanzforumberlin.de, für das er bis heute im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa arbeitet.

Sein Portfolio im Bereich zeitgenössischer Tanz umfasst neben seinen eigenen Choreografien, bisher über 70 Tanzfilme für Ensembles und Künstler*innen wie die cie. toula limnaios, die Company Christoph Winkler, Meg Stuart / Damaged Goods, Isabelle Schad, Sasha Waltz & Guests, laborgras oder Emanuel Gat Dance, über 1.200 Videodokumentationen und über 1.300 Online-Videobeiträge für das Tanzforum Berlin Projekt.

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